Holzkohle, Gas, Elektro oder doch einen Smoker – Welcher Grilltyp passt zu mir?

Es gibt so viele unterschiedliche Grilltypen auf dem Markt, da verstehe ich durchaus, dass dich das etwas verwirrt. Welcher Art von Grill könnte deinen Ansprüchen genüge leisten?

Eins steht fest, hast du die richtige Wahl getroffen, macht das nächste Barbecue besonders viel Spaß und wird für dich und deine Freunde mehr als lecker ausgehen. Frische Ribs vom Smoker, gemoppt mit einer guten BBQ Soße. Einfach mal eine leckere Bratwurst vom Holzkohlegrill. Langsam braun gebrannt gegart, innen vollkommen saftig und beim Reinbeißen knackig, sodass man es hören kann.

Um dich besser informieren zu können, sind hier einmal die wichtigsten Arten von Grills, die es zu kaufen gibt, aufgelistet, damit du eine bessere Entscheidung treffen kannst.

Der Holzkohlegrill als Klassiker

Am häufigsten wird wohl der klassische Holzkohlegrill verkauft. Er stellt die klassische Variante des Grillen dar. Ihn gibt es in den unterschiedlichsten Modellen (Kugelgrill, Säulengrill, …). Manche kosten lediglich fünf Euro und können dafür auch nur einmal verwendet werden. Andere wiederum besitzen ein edles Design und überzeugen durch sehr viel Technik. Diese will natürlich auch bezahlt werden und somit kann ein solches Exemplar bis zu 5000 € und mehr kosten. Schon lange ist der Grill nicht mehr nur eine Stelle, an der man Gargut zubereiten kann, sondern für Viele auch gleichzeitig ein Statussymbol.

Das Grillen mit Holzkohle kann natürlich nicht nur auf Zuneigung treffen, sondern ab und an auch auf Abneigung in der Nachbarschaft. Davon sind nicht nur Balkone betroffen, sondern auch Gärten, wenn diese zu nah aneinander liegen. In solchen Fällen hilft es dann, wenn man untereinander Absprachen trifft bzw. gleich seine Nachbarn zum Grillen einlädt, dann kommt es zu keinen Beschwerden. 😉

Selbst wenn der Grill häufig zu einer Rauchentwicklung führt, ist es für hart gesottene und eingefleischte Grillfans die einzige Variante, um ihr Fleisch zu garen. Wer mehr auf Grill Technik steht, kann sich natürlich auch einen Gasgrill oder einen Elektrogrill kaufen, da es hier kaum noch Rauchentwicklung gibt und die Temperatur einfach und schnell zu regeln ist.

Der saubere Gasgrill

Da sich ein Gasgrill leicht bedienen lässt, ist er gerade für Anfänger auf diesem Gebiet hervorragend geeignet. Auch die Temperaturen und somit die Grillzeiten lassen sich nach

Eigenem Ermessen regeln. Glutreste und Asche gehören der Vergangenheit an. Diese müssen somit auch nicht mehr entsorgt werden. Das Fett tropft zudem nicht auf die glühenden Kohlen und kann keinen Qualm entwickeln.

Gegner vom Gasgrill argumentieren damit, dass die Geräte recht teuer sind und zudem der Geschmack nicht annähernd an die Variante mit der Holzkohle heranreicht. Des Weiteren wird oft das doch recht hohe Gewicht eines Gasgrills als negativ empfunden. Ein einfacher Standortwechsel ist somit spontan nicht möglich.

Mittlerweile jedoch können auch günstige Gasgrills gekauft werden, die jeden Test positiv überstehen und deren Gewicht in etwas abgespeckter Variante vorzeigbar ist. Ein anschauliches Beispiel dafür sind die Camping-Gasgrills, welche lediglich mit einer Gaskartusche betrieben werden.

Wer sich für das Grillen mit Gas entscheidet, sollte damit leben können, dass er immer ein bis zwei Gasflaschen im Haus haben muss. Auch der rauchige Geschmack des Fleisches entfällt beim Gasgrill. Daher wissen Kenner sich bereits zu helfen. Es wird einfach eine Räucherbox mit Holzchips verwendet, welche der Grillmeister auf den Brenner legt.

Für spontane Grillevents ist der Gasgrill wie geschaffen. Stehen die Freunde bereits vor der Tür, muss nur die Flamme entzündet werden und schon kann das Grillgut auf den Rost gelegt werden. Beim Grillen mit Holzkohle würde dies natürlich mehr Vorbereitung und somit längere Zeit in Anspruch nehmen.

Meine Erfahrung zeigt auch, dass bei einem Gasgrill viel öfters und spontan gegrillt wird. Dies ist auf die viel schnellere Startzeit und weniger Aufwand zurückzuführen. Dadurch wird er viel lieber und auch für nur 2 Koteletts bzw. bei uns auch für ein paar Würste gestartet.

Viele stehen dem Gasgrill noch etwas zweifelnd gegenüber, da es unter anderem zu einem Gasleck kommen könnte. Dies stellt jedoch nur eine sekundäre Gefahr dar. Durch die ganzen Sicherungen, die es heutzutage gibt, ist es kaum noch möglich, sich durch eine Verpuffung des Gases Verletzungen zuzufügen. Natürlich kommt es immer wieder zu unsachgemäßer Nutzung eines Gasgrills. Durch drei einfache Tipps kann dies jedoch unterbunden werden:

  • Muss die Gasflasche erneuert werden, sollte die Flasche unbedingt gesichert sein, sodass bei einem eventuellen Unfall oder einer scharfen Bremsung nichts passieren kann.
  • Denken Sie daran, dass das Ventil der Flasche immer verschlossen und mit der Verschraubung gesichert sein sollte. Zur Sicherheit kann Klebeband genutzt werden.
  • Die Flasche muss auch für Dritte immer als Gasflasche erkennbar sein. Sicherheitshinweise sollten zu jeder Zeit deutlich erkennbar sein.

Gasgrill immer mit geöffnetem Deckel zünden ⇨ Verpuffungsgefahr!

Der Elektrogrill als Indoorkochplatte

Die sicherste Variante ist der Elektrogrill. Er muss gar nicht erst befeuert werden, sondern wird über die Steckdose mit Strom versorgt. Dabei kommt jedoch sofort die Flexibilität zur Sprache. Es kann nur dort gegrillt werden, wo auch ein passender Stromanschluss vorhanden ist.

Dabei benötigt dieser bis zu 2500 Watt. Diese sind nicht mit jeder Steckdose zu erreichen und könnten im schlimmsten Falle, bei älteren Häusern/Wohnanlagen, zu Problemen mit dem Sicherungskasten führen.

Die wenigsten würden den Stromgrill im Garten verwenden, da man hier gleich auch mit einem Verlängerungskabel hantieren muss. Positiv zu erwähnen sind jedoch die Betriebskosten für den Tischgrill, da sie geringer sind. Zudem gibt es keine Probleme mit einer leeren Flasche oder zu wenig Kohle. Stecker rein und glücklich sein.

Früher konnten diese Geräte unter keinen Umständen mit Gasgrills oder Holzkohlegrills mithalten. Wer da auf ein saftiges Steak hoffte, wurde meistens enttäuscht. Die heutige Technik ist jedoch sehr viel weiter und so verwundert es kaum jemanden, dass die Elektrogrills zu einer echten Alternative im Indoor- oder Balkonbereich geworden sind. Gerade an den besagten Orten, wo kein offenes Feuer erlaubt ist, kann man sich damit nun auch den Wunsch auf das besondere Grillerlebnis erfüllen. Wenn du hier auf Klasse bauen möchtest, solltest du dir beispielsweise mal den Weber Pulse näher ansehen, der bringt richtig Leistung auf den Grillrost. Er ist nicht nur qualitativ sehr hochwertig, sondern bietet auch Hi-Tech beim Grillen. Hier wird nichts dem Zufall überlassen, sondern wie ein Profi das Grillbesteck geschwungen.

Bei der Indoor Benutzung auf den Feuermelder achten. Speck am Grill + Feuermelder ist keine gute Idee

Der Smoker – mit viel Geduld ans Ziel

Liebst du das amerikanische BBQ genauso wie ich? Dann ist vielleicht ein Smoker das richtige Sportgerät für dich!

Ursprünglich kam dieses Gerät aus den USA. Irgendwann wurden internationale Wettbewerbe im Barbecue ausgefochten, sodass auch die Europäer darauf aufmerksam wurden. Mittlerweile gibt es selbst im deutschen Sprachraum viele Fans und Anhänger dieses Grills, die wenigsten jedoch wissen wirklich, dass auch wir Europäer schon viel früher diese Art der Nahrungsverarbeitung genutzt haben, und zwar um Essen haltbar zu machen. Nicht ohne Grund sagt man bis heute: „Rauchfleisch hält sich länger!“

Beim Smoker liegt das Fleisch nicht direkt über der offenen Flamme, sondern wird durch die Hitze des Rauches indirekt auf eine bestimmte Kerntemperatur gebracht. Dies bringt eine gewisse Räucherung und somit sehr viel Geschmack mit sich. Viele mögen diese Zubereitung sehr gerne, da der Rauch für ein spezielles Aroma sorgt. Wenn du dich für diesen Grill entscheidest, sollte dir wichtig sein, dass das Gerät die gewünschte Temperatur auch über einen längeren Zeitraum halten kann. Hier zum Beispiel ist die Materialstärke und Dichtheit des Sportgeräts bedeutungsvoll.

Du kannst dann mit unterschiedlichen Holzsorten das für dich richtige Aroma ausprobieren. Kirsche beispielsweise eignet sich sensationell für Spareribs.

Das Fleisch wird auf dem Smoker sehr langsam gegart. Daher brauchst du sehr viel Zeit und Geduld (nicht ohne Grund heißt es „low and slow“). Diese wird dann jedoch belohnt, wenn sich etwa das Schweinchen sorgenfrei und ohne Mühe von seinen Knochen lösen lässt. Gleiches gilt auch für Hühnchen und Rind. Wobei man beim Rind von der Königsdisziplin ausgeht.

In den USA und mittlerweile auch in Europa gibt es Menschen, die das Fleisch freitags auf den Rost legen, um samstagabends mit Freunden lecker essen können. Daher ist es auch so wichtig, dass gerade dieses Gerät lang genug eine Temperatur halten kann, damit du in der Nacht vielleicht nur einmal anstatt mehrfach aufstehen musst.

Welcher Grill ist nun der richtige für mich?

Das kann ich pauschal nicht beantworten und hängt von vielen Faktoren ab. Folgende Fragen sollte man vor dem Kauf für sich beantworten können:

  • Für wie viele Personen möchtest du grillen? Hast du öfters Besuch?
  • Wird in der Regel direktes Grillen durchgeführt oder wird mehr Wert auf indirektes Grillen gelegt?
  • Grillt man gerne Steaks?
  • Will man ein schnelles Grillerlebnis?
  • Wo wird gegrillt? Balkon? Garten? Terrasse? Oder an Orten, wo offenes Feuer nicht erlaubt ist?
  • Wie viel Platz steht einem zur Verfügung?
  • Wie viel Euro möchte man investieren?
  • Welcher Grillrost wird präferiert?
  • Gibt es Haustiere oder Kinder, die den Grill umstoßen können?

Wie du siehst, haben alle Grilltypen Vorteile und Nachteile. Man hat also die Qual der Wahl.

Ich persönlich schwöre in meinem Garten auf eine Kombination aus Gasgrill und Pelletsmoker. Der Gasgrill ist schnell einsetzbar und braucht keine lange Phase zum Anheizen. Der Smoker hingegen wird für alle Long-Jobs benutzt.

Wenn du die oben genannten Fragen beantworten kannst, solltest du am besten ein Budget festlegen und das nächstgelegene Grillfachgeschäft aufsuchen. Eine Übersicht wo das nächste Grillfachgeschäft ist, findest du auf www.bbq.school. Hast du einen Grill gekauft und möchtest nun lernen, wie man diesen richtig bedient, würde ich dir zu einem Besuch eines Grillkurses raten. Die nächstgelegene Grillschule findest du ebenso auf BBQ.school.

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